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	<title>Gesellschaft | Moritz Avenarius - Innovationsprozesse &amp; agiles Arbeiten</title>
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	<description>Die digitale Transformation analog erleben</description>
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		<title>Eine Orientierungskarte gesellschaftlicher Ideologien &#8211; Mein Beitrag zum BarCamp Fortschritt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Moritz Avenarius]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 17:44:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigenmotivierte Kollaboration von Menschen braucht eine gemeinsame Wertegrundlage, wenn sie langfristig erfolgreich sein will. Ich hab, als Vorbereitung auf das BarCamp Fortschritt am 13.4. im betahaus hamburg, die großen gesellschaftlichen Ideen, die Menschen Orientierung für ihr Handeln geben, in eine 2-Achsen-Systematik gebracht: Die x-Achse beschreibt aufgrund welcher Wertvorstellungen Menschen den Zugriff auf und die Verteilung von knappen Ressourcen als gerecht empfinden. Ich sehe hier zwei gegensätzliche Annahmen: a) die eine betont die Verteilungsgerechtigkeit, ausgedrückt in dem Satz: &#8220;jedem, was er braucht&#8221;. Hier steht die Solidarität, insbesondere mit den Schwachen der Gesellschaft, im Vordergrund. b) die andere sieht die Leistungen des Einzelnen als zentral, ausgedrückt in dem Satz: &#8220;jedem, was er verdient&#8221;. Ihr Leitmotiv ist die Freiheit jedes einzelnen, das Beste aus seinem Leben zu machen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. Senkrecht beschreibt die y-Achse die Erwartungshaltungen gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen. Dass die moderne Gesellschaft einen rasanten Wandel erlebt der von Menschen gemacht ist, steht außer Frage. Hier geht es darum ob a) Menschen diese Veränderungen grundsätzlich positiv sehen, oder ob sie b) eher skeptisch auf alles Neue reagieren und dem Vorhandenen einen höheren Stellenwert zu schreiben. Kombiniert man diese Achsen-Ausprägungen, lassen sich vier klassische Ideologien rekonstruieren, die Orientierung versprechen auf die Frage: wie soll ich handeln in Zeiten rasanten Wandels und begrenzter Ressourcen. Das Diagramm reduziert die Komplexität gesellschaftlicher Wertvorstellung ganz offensichtlich. Der Vorteil dieser Übersicht besteht für mich darin, auf einem Blick die verschiedenen Leitideen gesellschaftlicher Entscheidungenprämissen zu erfassen und zu diskutieren, worin sie sich unterscheiden und wo Gemeinsamkeiten bestehen. Hierzu werde ich auf dem BarCamp Fortschritt eine Session anbieten. Dort will ich dieses Diagramm noch einmal en detail vorstellen, mit den Teilnehmern diskutieren, ob die Achsen die Passenden und die Ideologien vernünftig erfasst sind. Und natürlich, was wir damit anfangen können, um die Frage zu beantworten: wie soll ich handeln? Ich freue mich auf die Diskussion.</p>
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		<title>Hommage to Twitter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Moritz Avenarius]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 09:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Twitter. Bis heute für mich die Web2.0-Erfindung mit der größten Faszination. Facebook? nervt mit den immer selben Wellen an Banalitäten, Jokes und Katzenbildern. Pinterest? bin offen gesagt nicht der visuelle Typ, flutet mein Hirn zu sehr. XING? wird man regelmäßig von einsamen Verkäufern heimgesucht mit: &#8220;wir müssen uns vernetzen um vernetzt zu sein&#8221;. Twitter dagegen &#8211; gefühlt der Dinosaurier unter den Social Media Anwendungen. Dafür klares Konzept, 140 Zeichen und los geht’s. Keine eierlegende Wollmilchsau. Und bestens geeignet für das mobile vernetzte Leben und Arbeiten. Dieter Rams 10 Regeln guten Designs sind sicher nicht alle in voller Konsequenz umgesetzt. Aber Twitter ist näher dran als irgendeine andere der vielen Plattformen dort draußen. Mai 2007. Mein Freund Niels Boeing kommt mit diesem neuen komischen Dingsda aus den USA um die Ecke: „Das musst Du ausprobieren!“. Schnell überzeugt er neben mir auch early adopter Agnieszka Krzeminska sich bei diesem „Kurznachrichtendienst“ anzumelden. Voller Neugierde erschaffe ich mir meine erste digitale Identität und kreiere den „@iMo“. Und finde mich vor dieser leeren Webseite wieder, die eine undefinierte schlammhellgrüne Farbe besitzt und auf der es nix anderes zu sehen gibt als einen Eingabeschlitz. Was nü? Eingeloggt, aber keine Nachrichten zu finden, nada. Nach ca. 3min klicke ich es entnervt wieder weg, war wohl nix für mich. Denkste. Herbst 2008. Manchmal müssen disruptive Erfindungen ein wenig warten, bis der passende Wirkmoment eintritt. Ort: Berlin. Ereignis: mein erstes großes BarCamp. Über 600 Teilnehmer, freier Eintritt, Kaffee umsonst, sofort in spannenden Gesprächen mit fremden Menschen, erste eigene Session gehalten, fast gescheitert, positives Feedback bekommen, wow. Internet zum Anfassen. Und alle kommunizieren via Twitter. ‚Wo treffen wir uns heute Abend für Pizza essen?‘ Weiß am Nachmittag noch keiner. ‚Aber auf Twitter wirst Du es erfahren.‘ Und bei mir fallen auf einmal ‚toktoktok‘ laut die Groschen. Das kenne ich doch aus meinen alten Berliner Unitagen. Als man jemanden kennen musste, der jemanden kennt, der weiß wo später die geile Party steigt. Jetzt gibt es also einen offenen Kanal für dieses Gezwitscher. Einschalten, suchen, dabei sein. Tatsächlich beschließe ich jenen Abend bei lecker Pizza in den12 Apostel mit all den neuen freundlichen Nasen, die ich an diesem Tag frisch kennen gelernt habe. Heute nutze ich den Kurznachrichtendienst wie Radio, ab und an einschalten und Inspirationen entdecken. Und bin längst selbst die Party, lasse mich finden, etwa für einen Moderationsjob: Weder @holadiho noch @habichthorn kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt. Nun habe ich in kürzester Zeit mit nugg.ad einen neuen tollen Kunden gewonnen. Twitter, I love you.</p>
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